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Bio-Futter ist hochwertig, wertvoll und reich an wichtigen Nährstoffen für Ihre landwirtschaftlichen Nutztiere. Umso wichtiger ist es, das Futter bei seiner Lagerung vor Verderb, Verunreinigung und Nährstoffverlusten zu schützen. Die wichtigsten Grundregeln lauten dabei, Futter kühl, trocken, sauber und nicht zu lange lagern. Was bedeutet dies im Einzelnen? Wir geben Ihnen im Folgenden Tipps für eine sichere Lagerung von Bio-Mischfutter.

 

Je "cooler", desto besser: eine kühle Lagerung ist das A und O

 

Je geringer die Temperaturschwankungen sind, denen das Futter ausgesetzt ist, desto besser. Messungen zeigen, dass Außensilos von Frühsommer bis Herbst unter Sonneneinstrahlung Temperaturen bis zu 70 °C im oberen Luftraum erreichen können. Dies verursacht Temperaturstress, auf den z. B. die Öle im Futter negativ regieren können. Hohe Temperaturschwankungen führen zudem dazu, dass Futter intensiver Wasser abgibt, was im Silo kondensiert und in der kühleren Nacht wieder den oberen Futterbereich anfeuchtet. Dies führt uns zur trockenen Lagerung.

 

Trockene Sache: Lagerungstipps für eine längere Haltbarkeit

 

Selbstverständlich muss das Futterlager (Losefutter im Futtersilo, verpacktes Futter im Innenlager) komplett trocken gelagert werden. BigBag’s und Säcke sind zur Lagerung im Außenbereich, bereits unter einem Dachvorsprung, ungeeignet. Sie gehören in einen trocken, sauberen Innenbereich. Ein hoher Trockensubstanzgehalt (Bezeichnung TS oder TM) verhindert -analog zur Getreidelagerung-Verderbnis von Futter durch v.a. Schimmel und Hefen, welche sich bei erhöhten Feuchtegehalten entwickeln können. Diese würden schlimmstenfalls zu einem Futterverderb führen.

 

Sauber gelagert, besser gefüttert: Hygiene-Tipps

 

Im Idealfall wird Losefutter in ein zuvor gereinigtes Silo geblasen. Ist dies nicht immer möglich, sollte das Silo jedoch vor jeder Befüllung hinsichtlich Anhaftungen von Stäuben etc. kontrolliert werden, insbesondere an den Wänden und im unteren Drittel des Siloraums. Falls vorhanden, sind diese Reste vor Befüllung zu entfernen. Grundsätzlich sollte das Silo mind. 2–3 x jährlich kontrolliert, komplett entleert und trocken gereinigt werden. Bei Flachlagern ist zudem auf Freiheit von Schadnagern und Wildvögeln zu achten.

 

Lagerungsdauer und optimaler Silostandort

 

Die Lagerungsdauer von Futter sollte im Idealfall weniger als 8 Wochen betragen. Der beste Standort für das Silo ist ebenerdig im Innenraum eines Gebäudes, bei Milchviehställen nicht direkt im Stall (Luftfeuchte!). Es sollte auf kurze Wege (Einblas-Zuleitung ideal < 10 m) geachtet werden. Dies vermeidet Abrieb bei Pelletbefüllung sowie zu starke Entmischung bei geschrotetem Futter.

Werden diese Tipps beherzigt, steht einer sicheren Lagerung von Bio-Mischfutter nichts mehr im Wege.

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Bei Fragen zur Futter-Lagerung oder Silohygiene wenden Sie sich gerne an uns.

Wenn der Herbst Änderungen mit sich bringt

Durch den erhöhten Eiweißgehalt im Weidegras steigen die Milchharnstoffwerte im Herbst stark an. Dabei sollte man den Tieren ein energie- und strukturreiches Ausgleichsfutter mit Anteilen von Körnermais, Kleien und Zuckerschnitzeln zur Verfügung stellen. Somit kann dem Überangebot an Stickstoff entgegen gesteuert werden. Bei Harnstoffwerten über 25 mg pro 100 ml ist keine zusätzliche Eiweißergänzung notwendig. Durch zusätzliches Strukturangebot von schmackhafter Grassilage, Heu (1. Schnitt) oder auch Futterstroh lässt sich ein junger Herbstbestand gut verwerten. Nutzen Sie die Kotkonsistenz als Hinweis für die Höhe des Weidegrasanteils. Je dünner der Kot wird, umso wichtiger ist es, den Kühen zusätzlich strukturreiches Futter im Stall anzubieten und die Weidezeiten zu verkürzen. Zudem wird eine fließende Futterumstellung zur Winterfütterung garantiert und die Pansenmikroben darauf langsam angepasst.

Trinken

Bevorzugt werden dabei offene Wasserflächen (Schalen und Pfützen im Auslauf); weniger gern werden auch Nippeltränken angenommen. Achtung: Wasser sollte immer zur freien Aufnahme und besonders in den heißen Monaten auch im Auslauf angeboten werden. Anderenfalls geht die Wasseraufnahme zurück, darauf folgend die Futteraufnahme und damit ganz sicher und schnell die Legeleistung. Denken Sie abgesehen davon an das Leiden der Tiere, das mit Durst verbunden ist.

 

Nahrungssuche und -aufnahme

Die Hennen beurteilen und wählen ihr Futter vor allem nach Aussehen und Größe der Partikel. Dabei bevorzugen sie eine Größe von 1,5 bis 3 mm und zum Beispiel bei Getreide Weizen vor Mais vor Gerste vor Roggen vor Hafer. Geruch und Geschmack spielen eine geringere Rolle.

 

Geschrotetes Futter

Hier ein paar Worte zu geschrotetem Futter bzw. solchem in Form von Pellets (= Presslinge). Geschrotetes Futter kommt dem Verhalten der Tiere insofern entgegen, da die Tiere längere Zeit mit der Futteraufnahme beschäftigt sind. Allerdings besteht die Gefahr, dass die gröberen Bestandteile (v. a. Getreideschrot) bevorzugt und die feineren (v. a. Eiweißfuttermittel) verschmäht werden und liegen bleiben. Dem können Sie mit einem gewissen Arbeitsaufwand entgegen wirken, indem Sie das Futter im Trog etwas anfeuchten (Vorsicht! Hygiene! D. h., die tägliche Reinigung der Futterschalen ist Pflicht).

 

Bei Pellets besteht die Möglichkeit einer Auswahl einzelner Bestandteile nicht. Sie sind aber recht schnell aufgefressen bzw. die Sättigungsgrenze ist schnell erreicht. Und dann kommt die große Langeweile. Zur weiteren Beschäftigung bietet sich dann auch das Gefieder der Nachbarin an, man pickt da ein bisschen und zupft dort ein bisschen und schon kann das gefürchtete Federpicken entstehen. Deshalb ist bei jeder Fütterungsform aber besonders bei dieser notwendig, den Tieren ganze Getreidekörner in der Einstreu anzubieten, die zur Suche, zum Scharren und Picken anregen.

 

Weitere Faktoren

Natürlich werden auch noch andere Faktoren für die Entstehung des Federpickens besprochen. Wenn Sie den Tieren aber die Möglichkeiten geben, ihr natürliches Verhalten auszuleben, so haben Sie schon viel zur Vorbeugung getan. Dann folgt i. d. R. die Nestsuche und Eiablage und danach geht der Kreislauf (bis auf die Eiablage, die ist erst morgen Früh wieder dran) von vorne los.

 

In der mittäglichen Pause, die nicht unbedingt auf 12 Uhr fallen muss, ruhen die Tiere gerne auf einem erhöhten Platz und sollten nicht gestört werden. Denn jetzt beginnt sich die neue Eischale zu bilden und Störungen könnten zu Fehlbildungen führen. Dieser Ruhepause folgen weitere Futtersuche, Gefiederpflege und auch weitere Ruhezeiten.

 

In den letzten Stunden vor der Dämmerung wird noch einmal ordentlich gefressen. Wichtig ist hier (vorher aber auch), dass Muschelschalen angeboten werden, da in der Nacht hauptsächlich die Kalkeinlagerung in die Schale des sich neu bildenden Eis stattfindet.

 

Und nun Gute Nacht und bis morgen früh liebe Hühner!

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