Die Herbstweide wird dazu genutzt, die letzten Grasaufwüchse sinnvoll über den Wiederkäuer zu veredeln. Oft werden nicht nur reine Weiden, sondern auch Wiesen beweidet, die sich nicht mehr zum Schneiden rentieren. Dabei sollte man Folgendes beachten! Das Herbstweidefutter ist eiweißreich, hat jedoch eine geringe Strukturwirksamkeit, was zu einem erhöhten Blährisiko führen kann. Außerdem kommt es in dieser Jahreszeit immer wieder zu Nachtfrösten, die sich negativ auf die Grasqualität auswirken und ein erhöhtes Risiko von Futterverschmutzungen mit sich bringen. Großflächiges Einzäunen wirkt, zur besseren Futterselektion dagegen.
Durch den erhöhten Eiweißgehalt im Weidegras steigen die Milchharnstoffwerte im Herbst stark an. Dabei sollte man den Tieren ein energie- und strukturreiches Ausgleichsfutter mit Anteilen von Körnermais, Kleien und Zuckerschnitzeln zur Verfügung stellen. Somit kann dem Überangebot an Stickstoff entgegengesteuert werden. Bei Harnstoffwerten über 25 mg pro 100 ml ist keine zusätzliche Eiweißergänzung notwendig. Durch zusätzliches Strukturangebot von schmackhafter Grassilage, Heu (1. Schnitt) oder auch Futterstroh lässt sich ein junger Herbstbestand gut verwerten. Nutzen Sie die Kotkonsistenz als Hinweis für die Höhe des Weidegrasanteils. Je dünner der Kot wird, umso wichtiger ist es, den Kühen zusätzlich strukturreiches Futter im Stall anzubieten und die Weidezeiten zu verkürzen. Zudem wird eine fließende Futterumstellung zur Winterfütterung garantiert und die Pansenmikroben darauf langsam angepasst.








Kreiert von Baumkrone Werbeagentur